Über uns - Hausordnung

Drogentherapie bedeutet auch eine vorübergehende Einschränkung in der freien Gestaltung Deiner Lebensführung. Das Leben wird durch den Wochenplan und die Regeln der Gemeinschaft strukturiert. Wie das im Einzelnen aussieht zeigt die Hausordnung:

01. Allgemeines
Die Hausordnung regelt das Zusammenleben in der Hausgemeinschaft.
Die Teilnahme am Therapieprogramm ist Pflicht. Patienten, die über Nacht oder am Wochenende erkranken, müssen sich um 8.00 h des folgenden Tages persönlich beim diensthabenden Therapeuten melden. Dieser entscheidet über die Teilnahmefähigkeit am Programm.
Wir erwarten von jedem Patienten die Einhaltung der Regeln. .

02. Suchtmittel
Der Genuss von Suchtmitteln jeglicher Art ist selbstverständlich untersagt. Suchtmittel im Sinne der Hausordnung sind Alkohol in allen Formen, Drogen sowie Medikamente, die nicht von vom Haus beauftragten Ärzten verordnet wurden.
Wer Kenntnis davon hat, dass jemand Suchtmittel zu sich nimmt oder diese für sich oder andere besorgt, ist unbedingt verpflichtet, dies sofort zu melden.

Glücksspiele jeglicher Art sind grundsätzlich verboten.

03. Gewalt
Die Anwendung und Androhung von Gewalt gegen Sachen oder Personen ist untersagt.

04. Beziehung

Partnerschaftliche Beziehungen sind möglich und werden intensiv in die therapeutische Arbeit einbezogen.
Vor Beginn sexueller Kontakte muss die Art der Verhütung mit einem Arzt und den zuständigen Bezugstherapeuten abgeklärt werden. Grundsätzlich müssen in Verbindung mit jeglicher Art von Verhütungsmitteln Kondome zur Vermeidung von Infektionen und ansteckenden Krankheiten (HIV, Hepatitis, Geschlechtskrankheiten etc.) benutzt werden.
Gemeinsame Übernachtungen werden mit den Bezugstherapeuten abgesprochen.

05. Geld und Eigentum
Am Aufnahmetag sind folgende Sachen abzugeben:
Ausweise, Führerschein, Geld, EC-/Kreditkarten sowie die
Krankenversicherungskarte. Der Ausweis wird nach Beendigung
der Eingangsphase wieder ausgehändigt.

Ein Betrag von 50 € wird als Kaution einbehalten. Die Kaution
wird nach Beendigung der Therapie erstattet.

Jeder Patient bekommt 250 € Taschengeld/Monat, falls er soviel
Geld zur Verfügung hat. Die Auszahlung erfolgt zum Monatsersten.

06. Ausgang und Aussenkontakte

Ausgang

Die Patienten der Eingangsphase dürfen nur in Gruppen von
mindestens 3 Personen und bis max. 22.00 h innerhalb von
Thalheim ausgehen. Ausgänge außerhalb von Thalheim sind nur
im Rahmen des Therapieprogramms möglich.
Patienten der Intensivphase dürfen in Zweiergruppen und bis
max. 22.00 h innerhalb von Thalheim ohne Absprache ausgehen.
Alle Ausgänge außerhalb von Thalheim müssen mit dem
Bezugstherapeutenteam abgesprochen werden.

Ausgang mit Besuch
Das Verlassen von Thalheim mit Besuch in der Intensivphase ist
nach Absprache (Absprachezettel) mit dem Bezugstherapeuten
möglich. Patienten der Adaptionsphase sprechen den Ausgang
mit Besuch mit dem Diensthabenden ab.

Der Besuch der Gaststätte Reuterstüble in Thalheim ist
nicht gestattet.


Jedes Verlassen des Hausgeländes ist in das Ausgangsbuch
einzutragen, außer bei Ausgängen im Rahmen des
Therapieprogramms (z. B. Arztfahrten, Wanderung, Einkäufe,
Arbeitstherapie).

Heimfahrten
Heimfahrten sind grundsätzlich nur nach Absprache möglich.
Es sind maximal 2 Heimfahrten vorgesehen. In Ausnahmefällen
(Rückkehr an den Heimatort, besondere Familienereignisse)
können weitere Heimfahrten bewilligt werden.

Besuche
Besuche sind nach der Eingangsphase alle 14 Tage am Samstag
ab 16.00 h und/oder am Sonntag von 11.00 h – 17.45 h möglich,
müssen jedoch mindestens 8 Tage vorher mit dem
Bezugstherapeutenteam abgesprochen werden. Die Besucher
müssen dem diensthabenden Therapeuten vorgestellt werden.
An Heilig Abend, am 1. Weihnachtsfeiertag und am Ostersonntag
sind keine Besuche möglich.

Telefon und Post
Während der Eingangsphase sind private Telefonate nur nach
Absprache mit dem Bezugstherapeutenteam möglich.
Ausgehende Briefe der Patienten der Eingangsphase können
zugeklebt abgegeben werden.Eingehende Briefe und Pakete werden
vom Bezugstherapeutenteam geöffnet.

Die Patienten, die sich in der Intensiv- bzw. Adaptionsphase befinden,
müssen damit rechnen, dass Briefe und Pakete geöffnet werden.

Die Patienten der Intensiv- und Adaptionsphase können für ausgehende
Telefongespräche den Münzapparat benutzen.
Eingehende Telefonate werden nur während der Telefonzeit
(Montag bis Freitag ab 19.30 h; Samstag ab 16.00 h, Sonntag
ab 11.00 h) und nur bis 21.30 h weiter vermittelt. Jedes Gespräch
darf maximal 15 Minuten dauern.

Eingehende Telefonate werden nur während der Telefonzeit
(Montag bis Freitag ab 19.30 h; Samstag ab 16.00 h, Sonntag ab
11.00 h) und nur bis 21.30 h weiter vermittelt. Jedes Gespräch
darf maximal 15 Minuten dauern.

Handys und Smartphones sind ab der Intensivphase zu folgenden
Zeiten erlaubt: Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags von
19.30 - 21.45 h und am Sonntag von 11.15 - 17.45 h. Sie werden
im Dienstbüro ausgehändigt und am Ende der Telefonzeit wieder
abgegeben.

07. Hausreinigung und Hygiene
Als Fachklinik unterliegt das Therapiezentrum den Richtlinien des
Gesundheitsamtes, welche Sauberkeit und Hygiene betreffen.
Die Aufenthaltsräume müssen bis zum Beginn der Nachtruhe wieder
im ursprünglichen Zustand sein. Zeitungen dürfen aus den
Aufenthaltsräumen nicht entfernt werden.

08. Hauseigentum
Wer Hauseigentum mutwillig oder fahrlässig beschädigt muss dieses
ersetzen!

09. Abend- und Nachtruhe
Abendruhe ist täglich ab 23.00 h, Nachtruhe ist um 24.00 h, d. h.
es ist absolute Ruhe, jeder in seinem Bett und das Licht gelöscht.

10. Musik und Fernsehen
Alle Patienten können täglich nach der Abendrunde bis max.
23.00 h und am Sonntag zusätzlich von 16.00 h - 18.00 h in den
dafür vorgesehenen Räumen auf Zimmerlautstärke Musik hören
bzw. Fernsehen.

Eigene Musik-/Fernsehgeräte dürfen nicht mitgebracht
werden.


11. Lebens- und Genussmittel, Küche
Zu den Essenszeiten besteht eine 15-minütige Anwesenheitspflicht
im Speisesaal oder im angrenzenden Aufenthaltsraum.
Das Betreten der Küche ist grundsätzlich nur dem Küchendienst
gestattet. Private Lebensmittel dürfen weder in der Küche/-
Speisekammer noch in den Kühl- und Gefrierschränken gelagert
werden. Es dürfen keine verderblichen Lebensmittel in den Zimmern
gelagert werden.

Genuss von Kaffee, Cola, Colamix, Schwarztee: Innerhalb der
Einrichtung sind die genannten Getränke nur dann erlaubt, wenn sie
vom Haus angeboten werden.

12. Rauchen
Geraucht - auch E-Zigaretten - werden darf nur in der Freizeit
und in den Programmpausen. Zwischen 24.00 h und 6.00 h herrscht
absolutes Rauchverbot.

Es darf nur im freien geraucht werden.

13. Kontaktsperre
Alle Patienten der Einrichtung haben zu ehemaligen Patienten,
die disziplinarisch entlassen wurden, Kontaktsperre (schriftlich,
telefonisch etc.). Die Regel gilt, sobald diese das Einrichtungsgelände
verlassen haben.

14. Verstösse gegen die Hausordnung
Wer gegen die Suchtmittelregel (Nr. 2) verstößt oder Gewalt gegen
Personen ausübt hat seine Entlassung bewirkt.
Sonstige Hausordnungsverstöße werden in der Abendrunde geregelt.

14. Wiederaufnahme

Nach Abbruch oder Rückfall kann innerhalb von 24 Stunden ein Antrag
auf Wiederaufnahme gestellt werden. Ob und unter welchen
Bedingungen eine Wiederaufnahme möglich ist, entscheidet das Team.

16. Geltungsdauer
Die Hausordnung ist widerruflich und veränderbar!


Stand: Juni 2019



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